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Sag Nein zu Hate Speech (analog)

Rollenspiel, Argumentationstraining, Kommunikationsstrategie
bis zu 20 Personen
50 Minuten

Kurzbeschreibung:

Anhand eines fiktiven Chat-Verlaufs wird ein 15-minütiges Rollenspiel durchgeführt, in dem die Teilnehmenden in verschiedene Rollen hineinversetzt werden. Innerhalb dieses Chat-Verlaufs findet eine Auseinandersetzung mit Cybermobbing, Hate-Speech und Vorurteilen statt. In zwei Durchgängen wird sich in verschiedene Positionen, Gefühlswelten und Strategien von angreifenden, angegriffenen oder neutraleren Personen“ hineinversetzt. Zwischen den beiden Durchgängen werden den Teilnehmenden prodemokratische Argumentationsmuster vermittelt. Dadurch bekommen die Teilnehmenden sowohl theoretisches Wissen als auch praktische Handlungssicherheit im Umgang mit Hate-Speech und sie lernen, wie sie destruktive in sachliche (Online)-Diskussionen wandeln können.

Ziele:

  • Handlungssicherheit
  • Demokratiebildung
  • Wissensvermittlung

Die Übung:

Die Vorbereitung:

Die Teilnehmenden bekommen die unterschiedlichen Rollen durch die Moderation zugewiesen und den entsprechenden Umschlag mit Rollenkarten und Kommentaren ausgehändigt (siehe Baukasten). Sie haben nun 5 Minuten Zeit, sich mit ihrer Rolle und den verschiedenen „Posts“-Kärtchen auseinanderzusetzen. 

 

Die erste Runde des Rollenspiels:

Die Moderation startet die Übung indem sie ein Einstiegs-Posting an eine Pinnwand befestigt. Die Teilnehmenden sollen nun in fünfzehn Minuten je nach Rollenbeschreibung eine intuitive Diskussion mithilfe ihrer Post-Kärtchen an die Pinnwand bringen. Sobald die Teilnehmenden einen passenden Post teilen wollen, melden sie sich und pinnen ihn in einer chronologischen Reihenfolge an die Pinnwand. Dabei wird der Post laut vorgelesen. Es ist auch möglich, die Chronologie zu durchbrechen und angepinnte Kommentare mit Emojis oder weiteren Antworten zu versehen (s.
Beispielbild im Baukasten).

In einer anschließenden Blitzlichtrunde werden die Teilnehmenden kurz nach ihrer Gefühlswelt, ersten Eindrücken und Erkenntnisgewinnen gefragt. Eine fünfminütige Pause, um die Posts und Emojis nun wieder einzusammeln sowie ein Foto als Zwischenergebnis zu machen, ist an dieser Stelle hilfreich. 

 

Der Inputteil:

Die Moderation teilt die unter dem Link im Baukasten zu findenden Gesprächsstrategien und stellt sie den Teilnehmenden vor. Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit, Fragen oder Ergänzungsvorschläge beizusteuern. Anschließend erklärt die Moderation, dass sich die konstruktiveren Rollen in der zweiten Runde nicht intuitiv, sondern strategisch verhalten sollen – d.h. die kennengelernten Gesprächsstrategien sollten angewendet werden. 

 

Die zweite Runde des Rollenspiels:

Nun erfolgt die zweite Runde des Rollenspiels. Dazu werden zunächst die Posts und die Rollenbeschreibungen wieder eingesammelt. Die Posts aus dem Dokument „Strategien“ werden auf die konstruktiveren Rollen (markiert mit einem lächelnden Smiley) in gleichmäßiger Anzahl verteilt. Die Moderation sollte anschließend darauf achten, dass die Rollen diesmal anders verteilt werden, sodass die Teilnehmenden auch einen Perspektivwechsel durchleben. Die Regeln entsprechen dem ersten Durchlauf, der Verlauf des Chats verändert sich jedoch voraussichtlich.

In der anschließenden Auswertungsrunde sollen die Teilnehmenden nacheinander erzählen, wie es Ihnen mit der Übung und den angewendeten Gesprächsstrategien ergangen ist. Die Moderation kann eine Diskussion über die Frage „Wie gelingt es konstruktiv miteinander (online oder offline) zu kommunizieren?“ abschließend führen. Perspektivisch können im Anschluss gemeinsame Präventionskonzepte, Netiquette oder Kommunikationsregeln erarbeitet werden. 

Jason Good man